Vier Änderungen im Juli 2026 haben verstellt, was es kostet, Arbeit in Claude Code an Subagents abzugeben. Wer nichts konfiguriert hat, läuft auf allen vieren. Dieser Check sagt dir in unter 15 Minuten, worauf du läufst, was das kostet und welche zwei Stellschrauben du überhaupt anfassen musst.

Voraussetzung: Claude Code ab v2.1.219 (24.07.2026) und Zugriff auf deine eigene Einstellungsdatei. Kein Programmieren nötig.

Schritt 1 — Feststellen, worauf du läufst (2 Minuten)

Öffne ein Terminal und führe beide Zeilen aus:

ls -la ~/.claude/settings.json
env | grep -E 'MAX_SUBAGENT|MAX_WEB_SEARCH|SPAWN_DEPTH'
Was du siehst Was es bedeutet
no matches found / No such file Es gibt keine Einstellungsdatei. Alle vier Voreinstellungen laufen scharf.
Datei existiert, env-Ausgabe leer Du hast eine Datei, aber keinen der drei Delegations-Werte gesetzt. Ebenfalls Voreinstellungen.
CLAUDE_CODE_MAX_SUBAGENT_SPAWN_DEPTH=1 Verschachtelung ist aus. Ein Agent kann keine weiteren Agenten starten.
Ein anderer Wert bei den Deckeln Jemand oder eine Projektvorlage hat die Notbremsen verstellt. Nachsehen, warum.

Fertig, wenn du sagen kannst: „Ich laufe auf Tiefe X und Deckel Y."

Schritt 2 — Die vier Änderungen und ihre Kostenwirkung

Datum Version Was sich geändert hat Wirkung auf deine Rechnung
01.07.2026 v2.1.198 Der eingebaute Explore-Agent läuft nicht mehr auf Haiku, sondern erbt das Modell deiner Sitzung (gedeckelt auf Opus) Hoch. Jede abgegebene Suche kostet seitdem so viel wie deine Hauptsitzung
01.07.2026 v2.1.198 Subagents und die Kontext-Kompaktierung erben deine Thinking-Einstellung Mittelbar. Bessere delegierte Ergebnisse, aber mehr Denk-Tokens dort, wo Zeile 1 ohnehin greift
17.07.2026 v2.1.212 Deckel je Sitzung: 200 Subagents, 200 Websuchen. /clear setzt beide zurück Gering. Notbremse gegen Endlosschleifen, kein Sparhebel
24.07.2026 v2.1.219 Subagents dürfen selbst Subagents starten, bis Tiefe 3 statt bisher 1 Hoch. Multipliziert Zeile 1: aus einem Agenten können Agenten von Agenten werden

Merksatz für die Ablage: Zeile 1 und Zeile 4 entscheiden, Zeile 2 und 3 sind Beiwerk.

Schritt 3 — Verschachtelung bewusst entscheiden (Wenn-dann)

Wenn dein Alltag so aussieht Dann
Du gibst einzelne, klar umrissene Aufgaben ab (eine Recherche, eine Prüfung) Tiefe 1. Verschachtelung bringt dir nichts, kostet aber
Du lässt breite Sichtungen laufen (viele Dateien, viele Quellen, unbekannter Umfang) Tiefe 3. Genau dafür ist sie da
Du arbeitest mit einem festen Kostendeckel je Auftrag Tiefe 1. Ein verschachtelter Baum ist vorher nicht kalkulierbar
Du startest lange Läufe im Hintergrund oder über Nacht Tiefe 1. Was du nicht siehst, kannst du nicht abbrechen
Du sitzt daneben und kannst jederzeit stoppen Tiefe 3 ist vertretbar
Du gibst Claude Code gerade erst in ein Team Tiefe 1 als Startwert, später bewusst öffnen

Schritt 4 — Das Modell der Hauptsitzung neu bewerten

Vor dem 1. Juli war die Modellwahl eine Entscheidung über deine eigene Sitzung. Seitdem ist sie eine Entscheidung über jeden Agenten, den du startest.

Wenn Dann
Du delegierst selten und arbeitest überwiegend selbst weiter Modellwahl wie bisher, nach deiner Aufgabe
Du delegierst viel (Recherche, Sichtung, Prüfläufe) Der Aufpreis eines größeren Modells wirkt sich vervielfacht aus. Erst am kleineren Modell probieren, dann bewusst hochschalten
Du willst delegieren, aber günstig Kleineres Modell für die Sitzung wählen und die Endabnahme selbst machen. Die Agenten erben, was du wählst

Die Zeilen zum Kopieren

Verschachtelung abschalten, alles andere lassen — in ~/.claude/settings.json:

{
  "env": {
    "CLAUDE_CODE_MAX_SUBAGENT_SPAWN_DEPTH": "1"
  }
}

Enger fahren, inklusive niedrigerer Notbremsen:

{
  "env": {
    "CLAUDE_CODE_MAX_SUBAGENT_SPAWN_DEPTH": "1",
    "CLAUDE_CODE_MAX_SUBAGENTS_PER_SESSION": "25",
    "CLAUDE_CODE_MAX_WEB_SEARCHES_PER_SESSION": "50"
  }
}