Kopieren, Dokument einfügen, Ergebnis nach Schweregrad sortieren. Vier fertige Aufträge für die Dokumente, die man vor dem Rausschicken noch mal prüfen lässt.

Die Regel, die in allen vieren steckt

Kein Vorfilter im Auftrag. Schweregrad vom Modell anfordern. Selbst filtern, danach. In meinen Läufen am 27.07.2026 hat derselbe Auftrag mit dem Satz „nur die wirklich gravierenden Probleme" 13 Funde gebracht, ohne diesen Satz 71 — und 3 von 12 Funden, die der ungefilterte Lauf selbst als „hoch" einstufte, fehlten im gefilterten komplett.

1. Vertrag oder Angebot, das reinkommt

Du prüfst diesen [Vertrag/dieses Angebot] vor der Unterschrift. Ich bin
[Rolle, z. B. Geschäftsführerin eines 20-Personen-Dienstleisters], die
Gegenseite ist [wer].

Nenne mir jeden Fund, auch kleine, und filtere nicht vor. Gib zu jedem Fund
einen Schweregrad an: hoch, mittel oder niedrig.

Prüfe dabei mindestens: Pflichten, die nur bei mir liegen; Fristen und
Kündigung; Haftung und Freistellung; Zahlung und Verzug; Rechte an den
Ergebnissen; Datenschutz; und alles, was in so einem Vertrag üblich wäre,
hier aber fehlt.

Antworte als nummerierte Liste, eine Zeile je Fund:
Fundstelle | Problem | Schweregrad. Keine Zusammenfassung davor.

[Vertrag hier einfügen]

Gut ist das Ergebnis, wenn mindestens ein Fund eine Klausel betrifft, die gar nicht im Dokument steht. Fehlendes ist das, was du beim Selberlesen am zuverlässigsten übersiehst.

2. Konzept oder Präsentation vor dem Termin

Du prüfst dieses [Konzept/diese Präsentation] vor dem Termin mit
[Zielgruppe, z. B. der Geschäftsführung]. Was ich aus dem Termin mitnehmen
will: [die Entscheidung].

Nenne mir jeden Fund, auch kleine, und filtere nicht vor. Gib zu jedem Fund
einen Schweregrad an: hoch, mittel oder niedrig.

Prüfe dabei mindestens: Behauptungen ohne Beleg; Zahlen, die sich
widersprechen; die naheliegende Gegenfrage, die nirgends beantwortet wird;
Annahmen, die ich nie ausgesprochen habe; und die Stelle, an der ein Leser
aussteigt.

Antworte als nummerierte Liste, eine Zeile je Fund:
Fundstelle | Problem | Schweregrad.

[Konzept hier einfügen]

Gut ist das Ergebnis, wenn unter den Hoch-Funden eine Frage steht, die dir im Termin wirklich gestellt wird.

3. Text, der veröffentlicht wird

Du prüfst diesen Text vor der Veröffentlichung an [Publikum].

Nenne mir jeden Fund, auch kleine, und filtere nicht vor. Gib zu jedem Fund
einen Schweregrad an: hoch, mittel oder niedrig.

Prüfe dabei mindestens: sachlich falsche oder nicht belegbare Aussagen;
Zahlen ohne Quelle; Dinge, die als neu dargestellt werden, aber älter sind;
interne Notizen, die versehentlich drinstehen; Widersprüche zwischen zwei
Stellen; und Formulierungen, die man gegen mich auslegen kann.

Für jeden Fund mit Schweregrad hoch: nenne die Quelle, mit der du ihn belegst.

Antworte als nummerierte Liste, eine Zeile je Fund:
Fundstelle | Problem | Schweregrad.

[Text hier einfügen]

Gut ist das Ergebnis, wenn mindestens ein Hoch-Fund eine Aussage betrifft, die du für sicher gehalten hast. Bei mir war genau das der teuerste Fund: eine Einordnung, die etwas als neu bezeichnete, das es seit November letzten Jahres gibt — belegt mit drei Quellen, die der Lauf mitgeliefert hat.

4. Zahlen: Tabelle, Kalkulation, Report

Du prüfst diese [Tabelle/Kalkulation/diesen Report].

Nenne mir jeden Fund, auch kleine, und filtere nicht vor. Gib zu jedem Fund
einen Schweregrad an: hoch, mittel oder niedrig.

Prüfe dabei mindestens: Summen, die nicht aufgehen; Prozentwerte gegen ihre
Grundgesamtheit; Einheiten und Währungen; Zeiträume, die sich überschneiden;
Werte, die zwischen Tabelle und Fließtext abweichen; und Zahlen ohne Herkunft.

Rechne die Summen nach und schreib das Ergebnis deiner Rechnung dazu.

Antworte als nummerierte Liste, eine Zeile je Fund:
Fundstelle | Problem | Schweregrad.

[Zahlen hier einfügen]

Gut ist das Ergebnis, wenn zu jedem Rechen-Fund die nachgerechnete Zahl dabeisteht. Ohne sie kannst du den Fund nicht prüfen, und dann hast du nichts gewonnen.

Der Auswertungs-Schritt (2 Minuten)